Unsere Bildungsarbeit 2016 – „Fair – Bio – Regional!“

Dominik hat irgendwie einen Trend verpennt. Es fing damit an, dass seine Freundin Lena plötzlich aufhörte Fleisch zu essen, nicht nur wegen der armen Tiere, nein, auch wegen des Weltklimas, auch wenn Dominik nicht ganz verstanden hat, was das damit eigentlich zu tun haben soll. Bio-Fleisch sei nicht ganz so schlimm, meint Lenas beste Freundin. Da könnte sie jetzt in der Schulkantine richtig reinhauen, weil da nämlich nur noch Bio-Essen serviert wird. Die Banane zum Nachtisch war sogar Bio, Fairtrade und CO2 – Neutral. Als Dominik sich wundert, was das denn bloß soll, erklärt ihm sein Kumpel Max, dass man mit dieser Banane die Welt retten kann, denn für sie wurden weder die Umwelt vergiftet, noch arme Menschen ausgebeutet und zum Ausgleich für den Klimaschaden auch noch Bäume gepflanzt. Obwohl, vielleicht wäre der Apfel vom Bauer nebenan vielleicht doch noch besser?… (aus: Katrin Schüppel: Kann ICH die Welt retten? Verantwortungsvoll leben – clever konsumieren)

Dass die Kinder und Jugendlichen Heidelbergs und der Rhein-Neckar-Region zukünftig nicht mehr diesen (mehr als!) Trend verpassen, dafür wollen wir sorgen!

Unser Bildungsschwerpunkt in 2016 dreht sich ganz um das Thema „Nachhaltige Ernährung – Fair, Bio, Regional!“ In zahlreichen Workshops an Schulen, bei Weltladen-Besuchen und an Bildungsständen bei Events wollen wir aufzeigen, dass unser Essen nicht nur lecker, gesund und gut für uns selbst, sondern auch gut für die Umwelt und die Produzenten sein sollte – ökologisch und sozial gerecht und nachhaltig. Die drei Kriterien Fair, Bio, Regional und ihre unterschiedlichen Siegel zur Produktkennzeichnung bieten dafür eine wirksame Orientierung. Sie sollen sowohl in ihrem Zusammenhang als auch in ihren Diskrepanzen beleuchtet werden und so zu bewussteren Kaufentscheidungen führen. Eine Ausstellung zum Thema sowie ein neuer Bildungskoffer und Schulungen für Multiplikatoren begleiten das Bildungsprojekt. Daneben behandeln wir natürlich auch in diesem Jahr unsere wichtigen und „altbewährten“ Fairhandelsthemen.

Erstmals haben wir uns im Förderantrag mit drei weiteren Weltläden der Region – mit Mannheim, Bad Schönborn und Heidelberg Una tierra – zusammengeschlossen und hoffen, dass diese Vernetzung unsere gemeinsame Bildungsarbeit in der Region bereichert und stärkt.

Für ehrenamtliches Engagement gibt es auch in der Bildungsarbeit zahlreiche Möglichkeiten und wir freuen uns immer über tatkräftige Unterstützung und neue Ideen!

Dazu bitte einfach das Bildungsbüro unseres Weltladens im WeltHaus kontaktieren unter 0176/24327927 oder bildung@weltladen-heidelberg.de.

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